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Skulptur einer Kurtisane nach einer Zeichnung des japanischen Ukiyo-e Künstlers Eisen Ikeda aus der Serie "Sechs berühmte Flüsse mit dem Namen Tama (1820).
Material: Resin Height: appr. 22- 25 cm
Eisen Ikeda (1790-1848) Eisen wurde in Edo, dem heutigen Tokio, als der Sohn eines Kanô-Malers (Kalligraphen) geboren. Eisen Ikeda, der auch unter dem Namen Keisai Eisen bekannt ist, ließ sich von dem großen Künstler Hokusai und vor allem von Kikugawa Eizan, der auch als sein direkter Lehrmeister betrachtet wird, inspirieren. Seinen eigenen Worten zufolge führte Eisen ein ausschweifendes Leben, geprägt von Alkohol und Affären. Obwohl es unter Künstlern des Ukiyo-e nicht unüblich war, bei der Beschreibung ihres zügellosen Lebensstils etwas aufzuschneiden, scheint Eisen wirklich einen lockeren Lebenswandel geführt zu haben. Eine Zeit lang soll er sogar ein Bordell besessen haben.
Abbildung der Originalzeichnung "Der Koya-Tama Fluss"

Eisen hat prachtvolle Landschaftsgraphiken und erotische Holzschnitte geschaffen, aber den meisten Ruhm haben ihm seine Bijnga, Portraits schöner Frauen, eingebracht. Die Okubi e, Portraits im Brustportrait-Format, wurden seine Handelsmarke. Sie gelten heute als Höhepunkte der Bunsei-Ära (1818-1830). Die Schönheiten, oftmals Kurtisanen, wurden realistisch, häufig mit mürrischem Blick abgebildet. Sie sind wollüstiger und kräftiger gebaut als beispielsweise die bekannten schlanken Frauen von Kitagawa Utamaro, besitzen jedoch eine große sinnliche Ausstrahlung. Die Kimonos, in welche die Damen gehüllt sind, bestechen durch ihre phantasievollen Dessins und die zahlreichen Zierelemente. Dies gilt vor allem für den Obi, den breiten Gürtel. Der teure Kimono war häufig ein Geschenk von einem zufriedenen, wohlhabenden Freier und galt als Zeichen einer erfolgreichen Karriere in Edos berühmten Amüsiervierteln.
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