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Skulptur einer Kurtisane nach einer Zeichnung des japanischen Ukiyo-e Künstlers Kaigetsudo Ando "Kurtisane mit langem Haar" (Anfang 1700).
Material: Resin Height: appr. 22- 25 cm
Kaigetsudo Ando (1671-1743) Das Werk von Kaigetsudo Ando hat die spätere japanische Malerei und Druckkunst in vielerlei Hinsicht geprägt. Obwohl er selbst nur Nikuhitsuga, Originalgemälde, angefertigt hat, erkennt man in der Linienführung und Komposition bereits den Stil seiner berühmten Nachfolger. Kaigetsudo Ando selbst gilt als bekanntester Schüler von Hishikawa Moronobu, dem Urvater des Ukiyo-e. Kaigetsudo Ando hieß eigentlich Okazaki Genshichi. Seinen Künstlernamen leitete er von dem Namen seines Ateliers in Edo ab. Dieses Atelier lag nicht weit vom Yoshiwara-Viertel entfernt. Kaigetsudo war der erste, der die dort wohnenden, eleganten Kurtisanen zum Thema seiner Werke wählte. Dies machte ihn auf der Stelle berühmt, und die Kaigetsudo-Schule sollte in der japanischen Malerei und Druckkunst zu einem Begriff werden.
Die stolzen Frauen wurden majestätisch abgebildet, wobei ihre prachtvollen Kimonos in den Vordergrund gerückt wurden. So, wie der Kimono in der japanischen Kultur generell als selbständiges Kunstwerk betrachtet wird, ist auch das Dessin der Kimonos auf den Bildern ein Kunstwerk an sich. Der erfolgreichen Karriere von Kaigetsudo wurde 1714 ein abruptes Ende gesetzt, als der Künstler der Beteiligung an einem Skandal am Hofe des Shoguns beschuldigt wurde. Ejima, eine der Hofdamen, hatte eine Affäre mit einem hübschen, jungen Schauspieler. Als dies ans Licht kam, wurde das ehebrecherische Paar mit zahlreichen Personen aus ihrem Umfeld, wozu auch der berühmte Künstler zählte, aus Edo verbannt.
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